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(Situationist International) MORGENLAND - NEWS # 4 Sonderausgabe Opel-tober 2004 + FUCK HARTZ!!! + VIVA OPEL-STRIKE!!! + |
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Die
(gute) alte Parole... Workers
of the world- tonight!!
...
kommt endlich mal wieder in Bewegung!

Wilder
Streik bei Opel / Bochum!!!
x
Endlich passiert
mal was... und mehr als "was"... DAS:
"Happening
des Jahres" (Magenta)
(bzw.
"7 erhebende Tage im Oktober" (MLPD))
Magenta geht (natürlich ;-) weiter und sagt:
FUCK
OPEL !!! FUCK CARS !!! FUCK POLITIK !!! FUCK GEWERKSCHAFTEN !!!
FUCK
ARBEIT !!! FUCK CAPITALISM !!!
*
VIVA
DIE STREIKENDEN ARBEITER/INNEN IN BOCHUM & ÜBERALL !!!
GRÖSSTER
WILDER STREIK IN DEUTSCHLAND
SEIT
30 JAHREN!!!
VIVA
KLASSENKAMPF!!!
x

Magenta
scheißt dabei insbesondere auf die allermeisten StudentInnen*,
(Pseudo-) "Linken"*, "Schichten"-SoziologInnen*,
hetzenden JournalistInnen
*(z.
B. taz (die v. 20. 10. zum Thema ist z. B. eine mittlere Katastrophe!),
FAZ (s. u.), tagesschau, das gmx-magazin (hat
mittels eines Ökonomie-Profs aus Hamburg (?) mehr oder weniger zum
militärischen Eingreifen aufgerufen,
á la Reagan i. d. USA Anfang d. 80er!!!!)
und (****) alle anderen), sämtliche Parteien*(natürlich
auch die MLPD, obwohl ich ihre "Verdienste" am Streik registriere!),
ArbeiterInnen-(Nicht-)Versteher*,
"Anti-SexistInnen"*(gemeint:
bürgerlich; ohne Klassensolidarität), "Anti-RassistInnen"*(gemeint:
bürgerlich; ohne Klassensolidarität), "Anti-Deutschen"*(für
die sind ArbeiterInnen "Arbeitskraftbehälter"), Gewerkschafts-"VermittlerInnen"*usw.,
die
irgendwelche "Vorbehalte" vorschieben, und sagt:
Solidarität
mit den streikenden ArbeiterInnen in Bochum und ihren UnterstützerInnen
im Ruhrgebiet (vom Friseur zur Schülerin), in Rüsselsheim, Antwerpen,
Wien, Brasilien, Pakistan, Japan, Philipinen, Frankreich, Spanien usw.
*
Coole
Sache das, was Ihr gemacht habt - vor allem, dass Ihr es gegen jeden "guten
Rat" der Oben-genannten*
getan
habt!!!
*
fuck
em all!
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BILD
LINKS:
Einzelne kämpferische Gewerkschafter (Bild links) können nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser wilde Streik ganz gut ohne die lauen deutschen Gewerkschaften klarkam, - ja zu einem großen Teil GEGEN den Widerstand und die Lügen der Gewerkschaften durchgesetzt werden mußte. Hier ein solidarischer Kollege von Siemens Dortmund. Auf dem Schild steht: "Auf die Pläne der Konzernbosse zur Arbeitszeitverlängerung, Flexibilisierung der Arbeitszeit, Arbeitsplatzvernichtung gibt's nur eine Antwort: STREIK!" x BILD RECHTS: Soli-T-Shirt der Montagsdemo Gladbeck am Werkszaun von Opel Bochum |
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(lustig ist, daß
Magenta auch gleichzeitig volle Suppe gegen Arbeit, Autos und Arbeitsplätze
ist... vermutlich haben die streikenden KollegInnen in Bochum jedoch mehr
davon verstanden als sämtliche StudentInnen, JournalistInnen und Linken
in D. jemals begreifen werden...
Aber auch Magenta
hat so seine "kulturelle Problemchen" mit einigen der ProtagonistInnen
- dennoch gilt das oben Gesagte und meine Solidarität ist bedingungslos,
da ich die Streikenden & UnterstützerInnen nach ihren Taten beurteile
und nicht nach "linken" Projektionen !!!!!!!!!!!!!)
Und nun endlich zum Streik =(:-) (aus verschiedenen Netzquellen collagiert von Magenta):
7
Tage wilder Streik in Deutschland!
Bochum, Do. 14.
Okt. - Mi., 20. Okt. 2004 (Auswahl):
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Bürgerliche Presse am 12. Oktober
2004:
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Zitat des Tages 14.10.04 aus: "Opel trägt die Hauptlast der GM-Sanierung" Artikel in Frankfurter Allgemeine Zeitung (vom 12.10.2004, zwei Tage vor Streik-Beginn) http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/allg/poker2004.html |
Bochum, 14. bis 20. Oktober 2004: Wilder
Streik in Deutschland!!!!!!!!
(Zusammenfassung & Einschätzung)
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(Erste Zusammenfassung aus Kreisen der Zeitschrift "wildcat" und der anarchosyndikalistischen Gewerkschaft FAU vom 20.10.04) Sieben Tage lang, vom 14. bis zum 20. Oktober, haben die ArbeiterInnen der Bochumer Opel-Werke die Produktion lahmgelegt. Mit ihren Aktionen haben sie auch die Teileauslieferung für vier weitere europäische Opel-Werke verhindert und damit die Produktionsketten völlig durcheinander gebracht. Im größten "wilden Streik" seit dreißig Jahren haben die ArbeiterInnen tagelang dem Dauerfeuer und den Einschüchterungen von Bossen, Politik, IG Metall und Betriebsrat widerstanden, die sie mit allen Tricks unbedingt dazu bringen wollten, die Produktion wieder aufzunehmen. Letztlich haben sich die erfahrenen und professionellen Abwiegeler und Abwickler aus den Reihen des DGB mit ihren Manipulationen erst einmal durchgesetzt. Trotzdem aber haben die ArbeiterInnen in Bochum mit ihren Aktionen gezeigt: es geht was und es geht so, dass es richtig weh tut! Die Stimmung am
Wochenende
Trotzdem war die Entschlossenheit groß, sich nicht auf irgendwelche nichtssagenden Versprechungen einzulassen und stattdessen das einzige Druckmittel, die De-Facto-Blockade der Teileauslieferung u.a. für Antwerpen und Rüsselsheim, in der Hand zu behalten. Auf der anderen Seite war aber auch durchaus eine steigende Unsicherheit spürbar, wie es weitergehen soll, wenn man nicht nur die Geschäftsleitung sondern auch den Betriebsrat und die Gewerkschaft gegen sich hat. Dienstag - Die
Inszenierung sickert durch
Mittwoch - Alles
unter Kontrolle
Die Abstimmung ergibt eine Mehrheit für die Wiederaufnahme der Produktion. Rund 4.600 ArbeiterInnen sind dafür, knapp 1.800 dagegen. Ausserdem gibt es eine Menge Enthaltungen und ungültig gemachte Stimmzettel. Viele sind erst gar nicht zu dieser Farce erschienen. Die IG Metall wird später am Tag die Falschinformation verbreiten, es hätten sich 6.400 Arbeiter für die Wiederaufnahme der Produktion ausgesprochen, die dann auch sofort von eingen Nachrichtenagenturen aufgegriffen und verbreitet wird. Scheinbar ist den hauptamtlichen Abwicklern nicht so recht geheuer, dass trotzdem immer noch rund ein Drittel der ArbeiterInnen die Aktionen fortsetzen wollten. Obwohl sie dann keinen Pfennig Kohle gesehen hätten und mit Sicherheit die Repressalien eingesetzt hätten. Und jetzt?
Es hat gesessen!
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Solidarität
(auch) bei Opel / Rüsselsheim
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Rüsselsheim: Das Motto der Frühschicht lautete: "Um 10 Uhr die Maschinen aus - um 11 am Adam-Opel-Haus." Zur dortigen Kundgebung kam (...) nicht nur die komplette Frühschicht, sondern es kamen auch die Azubis und die Kollegen der Spät- und Nachtschicht bei Opel Rüsselsheim. Es waren (...) Delegationen aus einer Reihe Metallbetriebe (...) Darmstadt anwesend, ebenso Delegationen der Montagsdemonstrationen von Frankfurt, Darmstadt und Rüsselsheim. Viele ver.di-Fahnen waren zu sehen, Plakate, Transparente und Flugblattverteiler von Bir Kar, DIDF, DKP, MLPD. Schon vor dem offiziellen Kundgebungsbeginn
standen Tausende auf dem Platz. Die Rüsselsheimer Montagsdemo begrüßte
über ihren Lautsprecher-Bollerwagen die Teilnehmer und organisierte
ein offenes Mikrofon (...). Mit Trommeln, Rasseln und Transparenten marschierten
die Opel-Kollegen vom Werk zum Adam-Opel-Haus. (...)
Mittlerweile war die Kundgebung auf ca. 20.000 angewachsen. Gesamtbetriebsrats-Chef Klaus Franz versuchte auf eine "intelligente Taktik" zu orientieren, die "kämpfen und verhandeln" vereinbare. Er und alle anderen ernteten immer dann viel Applaus (...), wenn es um den internationalen Zusammenhalt und gegen die Standort-Konkurrenz ging. Besonderen Applaus gab es für die Eisenacher Delegation und die Meldung, dass sich drei brasilianische GM-Werke aus Solidarität den europäischen Streikenden angeschlossen hatten! In einer machtvollen Demo ging es durch die Innenstadt zum Opel-Hauptportal. Dort wurde unter stürmischem Applaus verkündet, dass die Arbeit nicht wieder aufgenommen wird. Das war ein Zugeständnis an die kämpferische Richtung in der Belegschaft (...). Eine klare Schwachstelle ist, dass
nicht sofort Streikposten für die Tore
organisiert wurden. Erst nach dem Demo-Abschluss (...) wurde bekannt, dass
die Ausbilder die Azubis verdonnert hatten,
von 14.00 bis 16.00 Uhr wieder am Ausbildungsplatz zu erscheinen. (...)
Aus verschiedenen Abteilungen wollen Kollegen eine Mahnwache am Hauptportal
durchführen, andere wollen einen Besuch in Bochum organisieren.
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(von Translator - 17.10.2004 18:28) Der Streik
bei GeneralMotors/Opel in Bochum sorgt auch anderswo in Europa für
Aufsehen - so auch (...) in London. GM Europe Works Council (heisst sowohl
Kollegen als auch Betriebsräte) erklären nun den 19.Oktober zum
Aktionstag gegen den Stellenabbau bei GM in Bochum. Im Folgenden eine Übersetzung
des Artikels
"Während
einige Teilnehmer des ESF (Europäisches Sozialforum; Magenta)
in London sich auf Machtkämpfe oder das Küssen von Labour-Hintern
konzentrieren, entschieden sich Arbeiter der Autoindustrie in Deutschland
für einen inoffiziellen ("wilden") Streik und warten nun auf Eure
Solidarität.
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http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/bochum/index.html |
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Bericht von Jörn Sucher bei Spiegel online vom 20. Oktober 2004 (Auszug) „…Doch ebenso schnell wie die Abstimmung beendet ist, kommt harsche Kritik bei einigen Opel-Arbeitern auf. "Das war nicht korrekt, nicht demokratisch", sagt Jürgen Rosental unmittelbar nach Bekanntgabe des Ergebnisses. "Wir hatten keine Möglichkeit zu diskutieren oder zu reden", sagt auch Vertrauensmann Uli Schreyer. Vom Werksschutz sei das Rednerpult abgeschirmt worden, an dem der Betriebsrat über die Abstimmung informierte. "Eine demokratische Entscheidung sieht für mich anders aus", sagt der Opel-Mitarbeiter. (…) "Das war nicht eindeutig, viele waren verwirrt und haben geglaubt, sich mit einem weiteren Protest auch gegen weitere Verhandlungen auszusprechen", sagt Vertrauensmann und Opel-Mitarbeiter Andreas Felder. Opel-Werker Rosental sekundiert: "Natürlich wollen die Leute verhandeln. Aber dass deswegen die Blockade beendet wird, steht auf einem anderen Blatt." (..,)Standorterhalt und der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen waren die Forderungen der Belegschaft. "Kündigungen sind mit Sicherheit nicht vom Tisch", sagt Hahn. Gleichzeitig droht der Betriebsrat dem Management, die "Informationsveranstaltung" wieder zu beleben (spielt darauf an, daß die OpelianerInnen ihren wilden Streik als mehrtägige "Informationsveranstaltung" des Betriebsrates "getarnt" haben ;-); Anmerkung: Magenta), sollten die Einschnitte zu massiv ausfallen….“ http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/bochum/index.html |
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Inzwischen wurde das Abstimmungsergebnis der Betriebsversammlung bekannt: 1.759 Stimmen wurden für eine Fortsetzung des Streiks abgegeben, 4.647 Stimmen für weitere Verhandlungen bei gleichzeitiger Wiederaufnahme der Arbeit. 750 haben sich enthalten. (...) Viele sind sauer und wütend über Durchführung der Versammlung. Die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter hatten keine Möglichkeit zur Aussprache - und das bei einer Betriebsversammlung. Wie schlecht müssen die Argumente derjenigen sein, die eine solche Diskussion von vornherein verhindern. Die Betriebsratsspitze wollte gestern schon ganz auf eine Belegschaftsversammlung verzichten. Nur auf den Druck der Streikenden gab es überhaupt eine Versammlung. Trotz Hetze gegen
den Streik, Druck aus den Medien, von bürgerlicher Politik und GM-Managern
haben 25 Prozent der Kollegen für eine Fortsetzung des Streiks ohne
Wenn und Aber gestimmt.
"Soll der Betriebsrat die Verhandlungen weiterführen und die Arbeit wieder aufgenommen werden? Ja oder nein?" Darüber sind viele Kollegen empört. Mit dieser Frage wird die Meinungsbildung extrem eingeschränkt, weil der Standpunkt: Streik fortsetzen und weiter verhandeln überhaupt nicht zum Ausdruck gebracht werden kann. (...) Die Motive der Kollegen, die für die Wiederaufnahme
der Arbeit gestimmt haben, sind unterschiedlich. Manche waren vor allem
dafür, jetzt wieder zu arbeiten, andere hätten den Streik zwar
fortgesetzt, wollten aber vor allem Verhandlungen. Sicher spielte auch
der finanzielle Druck inzwischen teilweise eine Rolle. (...).
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Kommentar von Egon W. Kreutzer vom 21.10.2004 (Auszug): „…Noch einmal werden es die Gewerkschaftsbosse nicht schaffen, ihre Mitglieder aus einem erfolgversprechenden Arbeitskampf zurückzupfeifen. Die Bochumer Stimmzettel lassen sich nur einmal verwenden. Der Druck auf die Bevölkerung wächst. Und mit dem wachsenden Druck wird für alle immer offensichtlicher, dass es nicht der Einzelne ist, der aus eigenem Verschulden in eine prekäre Situation geraten ist, sondern dass ganze Bevölkerungsschichten, ganze Stadtteile und Regionen in atemberaubendem Tempo um Einkommen, Besitz und Zukunft gebracht werden. Es wird nicht mehr lange dauern, bis alle Propaganda nicht mehr in der Lage sein wird, der offensichtlichen, mit allen Sinnen erlebbaren Realität, das Bild jener heilen Welt entgegenzustellen, das Arbeitnehmer und Arbeitgeber zeigt, wie sie in einem gemeinsamen Boot gemeinsam Kurs auf eine bessere Zukunft nehmen….“ http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/bochum/index.html |
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Kommentar von Arnold Schölzel in junge Welt vom 21.10.2004 (Auszug): „…Der »Rheinische Kapitalismus« ist tot. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dann hat die einwöchige Arbeitsniederlegung im Bochumer Opel-Werk ihn geliefert. Die völlige Gleichgültigkeit der Chefetagen gegenüber der Verzweiflung, die viele Streikende beherrschte, besiegelt einmal mehr das Ende aller Märchen von Sozialpartnerschaft und Kuschel-BRD. (…) Überraschungen wie der Streik bei Opel können sich nur häufen.“ http://www.labournet.de/branchen/auto/gm-opel/bochum/index.html |
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WORKERS OF THE WORLD - TONIGHT!!! Der wilde Streik der Opel-ArbeiterInnen in Bochum hat all die Dummschwätzer Lügen gestraft, die in den letzten Jahren von der "Integration der Klassen", der "Schichtengesellschaft" Deutschland, dem "Ende des Klassenkampfes" und dergleichen mehr gefaselt haben. Sie hat die kruden Kapitalismus-Theorien von ProfessorInnen (Viva la Neoliberalismus; "Dienstleistungsgesellschaft" etc. ff.), StudentInnen (Arbeiter sind dumm!), Autonomen (Arbeiter sind Rassisten), Anti-Deutschen (mental integrierte "Arbeitskraftbehälter"), Feuilleton ("Ende des Klassenkampfes"...), Gewerkschaften ("Bündnis für Arbeit", "Sozialpartnerschaft") und Politik ("Standort Deutschland") ad absurdum geführt - und das ist gut so! Natürlich ging es vorrangig um (vergleichsweise "gut" bezahlte) Arbeitsplätze und damit um die Möglichkeit, sich finanziell über Wasser zu halten (oder dem Hartz-Horror mit 1 Euro-Jobs und Ämter-Terror zu entrinnen). Aber auch "zu Marx' Zeiten" drehte sich der Klassenkampf um den Lebensstandard der ArbeiterInnen. Wenn die Forderungen der Bochumer OpelianerInnen vergleichsweise defensiv erscheinen, liegt es daran, das die Klasse (also "wir") tatsächlich in der Bredouille stecken. Umso wichtiger, daß in Bochum endlich in die Offensive gegangen wurde. Zumal es zwar (so sehr stecken wir alle im Schlamassel der Defensive) nicht um Arbeitszeitverkürzung ging (Magenta's Lieblingsforderung), aber immerhin gegen ARBEITSZEITVERLÄNGERUNG (die ja als Möglichkeit der "Standortsicherung" von Konzern, Politik und Gewerkschaften anvisiert ist). Beeindruckend auch, daß sich die Streikenden gegen die Hetze der Medien, Gewerkschaften, Politik & Bosse selbst organisiert haben und der Standortkonkurrenz durch den Aufruf zum gemeinsamen Kampf eine Absage erteilt haben. Trotz aller (v. a. lokalen und globalen) Solidarität, die den OpelianerInnen widerfahren ist - ich finde es erschreckend und peinlich, wie wenige Unterstützungsaktionen / - streiks (in Doitschland) es in den letzten Tagen gegeben hat. Möge die Flamme zum Flächenbrand werden! Arbeit ist scheiße - wilde Streiks sind Zucker! Laßt die ArbeiterInnen in Bochum mit dem Kapitalismus nicht alleine! Seht zu, was Ihr selbst beitragen könnt! Workers of the world - tonight & tomorrow: STRIKE! Wir haben nichts zu verlieren als unsere Ketten. P.S.: Wer mal was Aktuelles lesen will: www.marxists.org und: Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels |
Weitere, aktuelle Infos auf:
http://de.indymedia.org
http:und
(vermutlich ausgearbeiteter) demnächst auf:
http://www.wildcat-www.de
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